Itinerary
of our trip
China Itinerary

China
Kreuzfahrt auf dem Jangtsekiang
Sept. 2005
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Chonquing - "Geisterstadt" Fengdu - Qutang-Schlucht - Wu-Schlucht - Shennong-Fluß - Xiling-Schlucht - Drei-Schluchten-Damm

Kreuzfahrtschiff Yangtze PearlEin weiteres Highlight und ganz besonderes Erlebnis unserer China-Rundreise war eine zweieinhalbtägige Kreuzfahrt auf dem längsten Fluß Asiens, dem Jangtse. Er ist die Lebensader Chinas und mit einer Länge von 6.380 km nach dem Nil und dem Amazonas der drittlängste Fluß der Erde. Zwischen Chongqing und Shanghai besteht auf einer Länge von etwa 2500 km ein regelmäßiger Passagierverkehr. Durch den Kaiserkanal ist der Jangtse mit dem Gelben Fluß verbunden.

Wir gingen in der 32-Millionenstadt Chongqing an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes "Yangtze Pearl". Es bot eine Mischung aus europäischer Yangtze Pearl - SpeisesaalGroßzügigkeit und asiatischem Dekor mit allem Komfort der gehobenen Mittelklasse, einschließlich Internetzugang. Die Kabinen waren hell und freundlich eingerichtet und mit großen Fenstern versehen. An Bord konnten wir einem chinesischen Seidensticker bei seiner kunstvollen Arbeit zusehen sowie eine Kollektion kunstgewerblicher Artikel bewundern bzw. auch erwerben. Der Küchenchef und sein Team zauberten europäische und asiatische Köstlichkeiten und übertrafen bei einem grandiosen Kapitänsdinner alle Erwartungen! 

Yangtze Wu-Schlucht Markierung der geplanten WasserständeHöhepunkt einer jeden Jangtse-Kreuzfahrt sind die Drei Schluchten mit ihren fascinierenden Gebirgsformationen. 
Jedoch wurde unser Augenmerk immer wieder auf den umstrittene Bau des Drei-Schluchten-Damms gelenkt, der das Wasser durch alle drei Schluchten bis zurück zur etwa 500 km entfernten Stadt Chongqing aufstauen würde. Damals war das Projekt bereits in vollem Gange und der geplante Anstieg  des Wasserspiegels entlang der Stecke an  den  Berghängen markiert. Durch den Stausee würden die Schluchten breiter und die Wassertiefe im Durchschnitt um 70 m und  auf ein Niveau von 176 m  über dem Meeresspiegel steigen. Nicht nur Landschaften würden untergehen, sondern auch ganze Städte, unzählige Dörfer und Fabriken. Insgesamt sollten etwa zwei Millionen Menschen umgesiedelt werden, meist Bauern, welche in die höher Fengdu Tempelliegenden Gebiete ziehen sollten, die jedoch nur einen Bruchteil des Ertrages des Schwemmlandes abwerfen. Aber weit mehr Menschen würden insgesamt von den ökologischen Folgen betroffen sein. Wir sahen verwaiste Ortschaften und Neubausilos in höheren Lagen - ein bedrückendes Szenario!

Unser erstes Ziel war die "Geisterstadt" Fengdu. Die einst 50.000 EW zählende Stadt war bereits verlassen und wurde nachfolgend mit der Inbetriebnahme des  Drei-Schluchten-Damms geflutet. Sie galt als Tor zum "Reich des Hades", womit die 1600 Jahre alte Tempelanlage gemeint ist, die sich von Fengdu aus den  Minshan-Berg hinaufzieht. Sie ist für Daoisten ein berühmter Wallfahrtsort. In 2005 führte der beschwerliche Aufstieg zum König der Unterwelt noch über 620 Stufen. Im "Reich der Hölle", auf dem Gipfel des Berges, findet man scenische mythologische Darstellungen, sehenswerte Tempel und eine schöne Pagode. Auf ihrem Weg müssen die Besucher verschiedene Prüfungen bestehen, die für ihr Wohl und Wehe in diesem und nächten Leben von Bedeutung sind, bevor sie von der 6 m hohen Gestalt des Höllenkönigs empfangen werden.

Yangtze Qutang-SchluchtDanach durchfuhren wir die ersten beiden der 3 Schluchten. Die Qutang-Schlucht ist eine schmale Felsschlucht von max. 150 m Breite (2005), Yangtze Wu-Schluchtin der zu beiden Seiten die Berge bis zu einer Höhe von 1200 m majestätisch aufragen und spektakuläre Anblicke bieten. Mit nur 8 km Länge ist sie die kürzeste der drei Schluchten, wohl aber auch die faszinierendste. In der 45 km langen Wu-Schlucht befinden sich die berühmten 12 Gipfel des Wushan-Gebirges und auch hier faszinieren bizarre Felsformationen, die links und rechts über 1000 m in die Höhe ragen.
 

Bootsfahrt mit den Tujia auf dem Shennong FlußAm nächsten Morgen erwartete uns eine Bootsfahrt auf dem 60 km langen Shennong-Fluß, der bei Badong in den Jangtse mündet. Sie führte uns durch schmale Schluchten von atemberaubender Schönheit bis hin zu einer Siedlung der "Tujia“, einer chinesischen Minderheit. Dort bestiegen wir ihre traditionellen, schnellen Ruderbote und machten einen Ausflug in die fast unberührte Natur. In seichten Gewässern wurden unsere Boote in traditioneller Weise von Treidlern mit Seilen weitergezogen. Während der Fahrt sang eine junge Frau Tujia-Volksweisen für uns - ein unvergeßliches Erlebnis. Jedoch trübte der Gedanke and die steigenden Fluten des Jangtse unsere Stimmung. Bald würde es diese Siedlungen nicht mehr geben und das Leben dieser Menschen würde sich grundlegend ändern... 
 

Schlucht am Shennong-FlußDanach kamen wir in die 66 km lange Xiling-Schlucht. Sie ist etwas breiter als die anderen beidden Jangtse-Schluchten, wie diese von schroffen Bergmassiven gesäumt und führt direkt zum Drei-Schluchten-Damm.
Drei-Schluchten-Damm
Als wir den Drei-Schluchten-Damm besichtigten, war er noch eine Baustelle, die jedoch kurz vor ihrer Vollendung stand. Aber bereits in diesem Stadium bot das Mega-Bauwerk einen faszinierenden Anblick. Inzwischen ist die Talsperre in Betrieb und zählt zu den größten der Erde. Über 18.000 Menschen waren an der Fertigstellung beteiligt. Bessere Flutkontrolle und Schiffbarkeit, Energiegewinnung und Wasser für den Norden sind der Gewinn dieses grandiosen Bauwerkes. Welche ökologischen Folgen damit verbunden sind, wird erst die Zukunft zeigen.


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